Total regional

Heuer ist das Thema Wald in aller Munde. Vor allem, weil viel Schadholz aus den Wäldern aufgearbeitet werden muss und die Waldbauern mit der Arbeit nicht nachkommen. Das klingt so negativ, als sei der Wald nur eine Belastung. Dabei können wir froh sein, dass wir so viel Wald haben! Der kommt ja nicht nur dem Tourismus zugute, sondern auch den holzverarbeitenden Betrieben.

Die Holz-Branche zählt zu den wachsenden Produktionszweigen in ländlichen Regionen. Aus den traditionellen kleinen Zimmereien im ganzen Land haben sich da und dort holzverarbeitende Produktionsbetriebe beachtlicher Größe entwickelt. Eines dieser Paradeunternehmen im Mühlviertel ist die Buchner GmbH. Mit 85 Mitarbeiter/innen gehört Buchner zu den großen heimischen Holzbaubetrieben und ist dennoch von der Philosophie her ein klassischer Handwerksbetrieb geblieben, der ganz auf die individuelle Fertigung setzt.

Insgesamt ist die Branche nach wie vor kleinbetrieblich strukturiert. 85 Prozent der mehr als 400 Holzbau-Betriebe in Oberösterreich haben weniger als 10 Mitarbeiter. So wie Buchner profitieren auch diese kleineren Betriebe vom Trend zum Bauen mit Holz. Neben dem Hausbau sind landwirtschaftliche Bauten und zunehmend auch gewerbliche Bauten ein Aktionsfeld der Holzbaumeister und Zimmereien.

Holzbau stärkt die Region

Rund ein Viertel der in Oberösterreich genehmigten Einfamilienhäuser wurde in den vergangenen Jahren, laut einer Studie der Universität für Bodenkultur, in Holzbauweise errichtet. Dabei punktet der Baustoff vor allem mit der ökologischen Nachhaltigkeit und der hohen Energieeffizienz. Meist erreichen Holz-Neubauten den Standard von Niedrigstenergiehäusern. Ein weiterer Vorteil – die rasche und trockenen Bauweise – kommt wiederum dem immer knapper werdenden Zeitbudget berufstätiger Menschen entgegen. 93 Prozent der Holzbauten in Oberösterreich werden laut der Interessensvertretung „ProHolz“ bereits aus vorgefertigten Elementen hergestellt und auf der Baustelle zusammengebaut.

Chance der kurzen Wege

Weil Holz ein regionaler Werkstoff ist, der sozusagen vor der Haustür laufend nachwächst, konnten sich auch die Holz-Verarbeiter in der Region gut entwickeln und die vorhandene Ressource Wald nutzen. Die Chance der kurzen Wege betrifft aber nicht nur die Verbindung von den zuliefernden Sägewerken zu den Holzbaubetrieben. Die Forst- und Holzwirtschaft zählt zu den größten Arbeitgebern des Landes und schafft Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen. Das sieht man sehr gut beim Buchner: Jährlich werden vier Lehrlinge im Betrieb aufgenommen, insgesamt haben bereits mehr als 90 junge Leute bei Buchner eine fundierte Ausbildung erhalten. Neben Planern und technischen Zeichnern sind das vor allem die Zimmerer und Fertigteilhausbauer.

Das Dreieck – Sägewerke / Holzbaubetriebe / Mitarbeiter – bringt also beachtliche Wertschöpfung für das Mühlviertel. Das darf einem ruhig bewusst sein, wenn man sich für ein Haus aus Holz entscheidet. Damit ist man Teil dieser Erfolgsgeschichte,

meint Eure Maria

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