Grundrisse im Wandel

Wer ein altes Haus aus den 40iger oder 50iger Jahren umbaut, der sieht ganz deutlich vor sich, wie sich die Raumeinteilung und Raumgrößen seither verändert haben.

Wir nutzen Räume heute anders und haben andere Anforderungen, als unsere Eltern und Großeltern. „Wohnen hat für die heutigen Baufamilien auch wesentlich mehr Bedeutung, als ein Dach über dem Kopf“, hat es der Holzbaumeister Christian Buchner einmal formuliert. „Ein neues Haus soll Rückzugsort sein. Eine individuell gestaltete Insel in der man sein Leben so einrichten kann, wie man es möchte“, so der Bau-Fachmann.

Offene Wohnräume

Das deutsche Zukunftsinstitut (www.zukunftsinstitut.de) hat diese Entwicklung als die „Architektur der Offenheit“ im Gegensatz zur „Architektur des Funktionalismus“ von früher genannt. Während unsere Altvorderen mit einer kleinen Küche und einem etwas größeren Wohnzimmer – beides natürlich räumlich sauber getrennt – zufrieden waren, verschwimmen heute die Grenzen zwischen Kochen und Wohnen. Dementsprechend ersetzt die erweiterte Küche mit großem Tisch als Kommunikationszentrum das repräsentative Wohnzimmer von damals, in dem man die Gäste auf einer steifen Sitzgruppe bewirtete.

Das Bad (waschen, duschen, Toilette) und das Schlafzimmer (schlafen, Kleiderschrank) haben heute ganz andere Aufgaben und Funktionen. Das Bad wird zur Wellnessoase erweitert und natürlich vom WC getrennt. Sauna oder Infrarotkabine haben darin genauso Platz, wie etwa ein Massagetisch. Wer es sich richten kann, trennt den Ankleidebereich vom Schlafzimmer, wo statt abgelegter Kleider schöne Bilder und Deko-Objekte für mehr erotische Stimmung sorgen.

Neu: Der Medienraum

Und zusätzlich zu Kinder- und Gästezimmer leisten sich viele Baufamilien bereits einen Medienraum, in dem PCs, Heimkino und Spielekonsole ungestörtes Arbeiten tagsüber oder Freizeitspaß am Abend ermöglichen.

Auf einen Keller unter der Erde wird immer öfter ganz verzichtet. Kein Stufen steigen, keine finsteren Rumpelkammern. Lieber erfüllt ein Anbau auf ebener Erde die Funktion der Abstellfläche und der Werkstatt. Und ein Carport mit überdachtem Übergang zum Haus ersetzt die aufwändige, ins Haus integrierte Garage.

Nutzfläche bleibt gleich

Auffallend ist auch, dass die Wohnnutzfläche im Gegensatz zu früher nicht wesentlich höher geworden ist. Mehr Wohnkomfort muss nicht notwendigerweise auch bedeuten, größer und teurer zu bauen. Das wichtigste ist gute Planung und da arbeiten Holzbaumeister und Architekten ideal zusammen.

Ich persönlich finde mich in den neuen Grundrissen viel besser aufgehoben, als in den engen Klein-Zimmer-Häusern. Und wenn ich noch einmal bauen würde, dann wäre das Schlafzimmer ganz sicher frei von Schränken und Kommoden 😊.

Lasst euren Wünschen freien Lauf und plant das Haus eurer Träume,

meint Maria

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