Sitzfenster – gute Idee!

„Du meinst wohl ein Sichtfenster?“ schrieb ein User auf der Buchner-Facebookseite, als dort ein neues Hausprojekt mit besonderen Fenstern vorgestellt wurde. Aber nein, das war kein Schreibfehler – gemeint war tatsächlich ein „Sitzfenster“.

Was ist eigentlich das Besondere an dieser Fensterform ? – Das habe ich Hausberater Matthias Wurz von Buchner Holzbaumeister gefragt. Der hat in seinen jüngsten Projekten gerade solche Fenster umgesetzt:

„Sitzfenster können in jedem Raum geplant werden – der Nutzen verändert sich. Das einzigartige Nischen-Feeling bleibt gleich ob man nun in der Küche kaffeetrinken, rasten, reden möchte, im Essbereich einen erweiterten Sitzplatz beim Esstisch zur Verfügung hat, im Wohnzimmer lesen, kuscheln oder ein Nickerchen machen möchte, im Badezimmer neben der Badewanne sitzen und plaudern, rasten und entspannen will oder am Gang nachdenken oder spielen möchte.“

Nach innen oder nach außen?

Zwei Grundüberlegungen sollte man anstellen: Möchte man, dass das Fenster nach außen aus der Fassade „herausspringt“, oder soll das Fenster eher nach innen gebaut werden?

Hier ein Beispiel für „außen“ und eines für „innen“:

Sitzfenster außen
Sitzfenster außen by Buchner Holzbaumeister

 

Sitzfenster innen by Buchner Holzbaumeister
Sitzfenster innen by Buchner Holzbaumeister

 

 

Groß oder klein?

Die Höhe der Sitzfläche sollte zwischen 40 und 50 Zentimetern liegen, damit man sich vernünftig draufsetzen kann, wie bei einem normalen Stuhl. Wichtig ist später die Tapezierung / Auspolsterung – die bei der Sitzhöhe natürlich schon mitgeplant wird. Da darf es ruhig weich und üppig werden. Denn wer es sich gerne im Sitzfenster gemütlich machen möchte, der braucht dazu auch die komfortable Ausstattung.

Die Fensterhöhe sollte zumindest 160 Zentimeter betragen (nach oben offen) – man will sich ja auch strecken und gefahrlos aufstehen können

Die Breite und die Tiefe der Fensternische hängen ein bisserl von der Verwendung ab. Man kann in so einem Sitzfenster ja herrlich lesen und die Aussicht genießen, oder man möchte sogar zu zweit kuscheln können. „Eine Tiefe von zumindest 45 Zentimetern ist  aber anzuraten“, meint Matthias Wurz.

Hell aber nicht zu viel Sonne!

Ein wesentlicher Punkt ist bei der Planung noch zu berücksichtigen: Die Beschattung bzw. der Sichtschutz. „Das sollte am besten außen eingeplant werden, innen sollte die Nische frei bleiben“, rät der Fachmann vom Buchner.

Eine Familie hat sich zum Beispiel für einen Zip-Screen bei vorstehendem Fenster entschieden, eine andere Familie mit einem innenliegenden Sitzfenster für Raffstore.

Was einer Baufamilie durch den Kopf geht, wenn sie sich für ein Sitzfenster entscheidet, darüber erzähle ich euch nächste Woche.

Schönes Wochenende,

Maria

 

 

 

 

 

 

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