Die Sprache der Plastik-Front

Vor einigen Tagen flatterte mir eine Werbepostille von namhaften Fertighausanbietern ins Haus. Mit schön gestylten Fotos und noch schöneren Worten warben die Erzeuger für ihre Produkte. Erst beim genauen Hinsehen fielen mir Begrifflichkeiten ins Auge, die so gar nicht ins Bild der heilen Fertighauswelt passen: Von PE-Folien war da die Rede, von Putzträgerplatten EPS, von Dampfsperren und Kunstharzputz.

Meine Rückfrage beim Baufachmann brachte Licht in den Begriffsdschungel – hinter all den Bezeichnungen verbirgt sich nichts anderes als Kunststoff. Plastikfolien und Styroporplatten gehören heute bei den meisten Fertighausanbietern zum Standard.

Gegen die Natur

Eigentlich schade, dachte ich mir. Damit wird ein natürlicher Rohstoff wie Holz total verschandelt. Wer weiß heute, wie sich Folien und Styroporplatten in einigen Jahren unter Sonnenbestrahlung und Kälte verändern werden? Und warum muss ich einen atmungsaktiven Baustoff wie Holz mit Plastikfolien zum Ersticken bringen? Gar nicht zu reden vom Raumklima, das sich aufgrund der Dampfsperren und Styroporplatten natürlich auch spürbar negativ  entwickelt.

Industrieware von der Stange

Mag sein, dass Industriehäuser sich preislich billiger umsetzen lassen. Aber nicht alles, was billig ist, ist auch vernünftig und gut. Baufamilien sollten sich gut überlegen, wie sie wirklich wohnen wollen und was sie ihren Nachkommen da hinterlassen.

Wer wirklich naturnahe bauen möchte, der muss schon genauer hinsehen,

meint eure Maria

PS: So unterscheiden sich Wandaufbauten mit natürlichen Dämmstoffen von industriell gefertigten „Plastik-Wänden“:

wandaufbau

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