Das Dach – eine schwere Entscheidung

Buchner Holzbaumeister

Welchen Hut ein Haus tragen soll, ist eine schwere Entscheidung. Mode sollte dabei nicht so sehr eine Rolle spielen, wie ganz praktische Überlegungen wie: Was erlauben die Bauvorschriften? Was passt zur Dimension und Form des geplanten Hauses am besten? Was ist leistbar und wirtschaftlich? Die technische Universität (TU) Wien hat erhoben, dass das geneigte Dach in den Baukosten und in der Lebenszyklusbetrachtung wirtschaftlicher ist als eine flache Kappe.

Tipps vom Planer

Buchner-Planer Ing. Bernhard Reichard gab mir ein paar Tipps, was man bei der Wahl der Dachform berücksichtigen sollte:

Zwischen einer leichten Dachneigung und einem Walmdach gibt es viele weitere Variationen. Buchner Holzbaumeister fertigt überwiegend Häuser mit geneigten Dachformen, weil diese in voralpinen Regionen mit den winterlichen Schneemassen am besten zu Recht kommen. Die Dachentscheidung wird aber auch vom Bebauungsplan beeinflusst. Grundstücke haben ja manchmal schon sehr exakte Bauvorschriften drauf. Diese betreffen etwa auch die maximal zulässige Traufenhöhe und den Mindestabstand der Dachtraufe zum Nachbargrundstück. Wie diese rechnerisch ermittelt werden, weiß am besten der Fachmann.

Für Sonnenkollektoren ist ein Schrägdach ideal. Foto: Haus Stockinger
Für Sonnenkollektoren ist ein Schrägdach ideal. Foto: Haus Stockinger

Was kommt oben drauf?

Selbstverständlich ist auch die Frage der Dacheindeckung maßgeblich für die Entscheidung, welche Dachneigung am geeignetsten ist. Da gibt es sogar vorgeschriebene Mindestdachneigungen, die man je nach Dacheindeckung berücksichtigen muss.

Eine weitere Frage, die es zu klären gilt, ist die nach den Räumen darunter. Möchte man unter dem Dach ein Vollgeschoß nutzen oder denkt man da schon an eine heimelige Dachschräge, die in den Raum integriert wird? Wer Türen, Kästen oder eine Dusche im Dachgeschoß unterbringen möchte, braucht aber natürlich eine bequeme Raumhöhe von zumindest zwei Metern.

Oder möchte man sogar eine sichtbare Dachkonstruktion – dann wird eine sogenannte Aufdachdämmung, also ein stärkerer Dachaufbau mitgeplant.

Auch der Dachvorsprung ist nicht unwesentlich. Schließlich schützt er die Fassade vor der Witterung – Schnee und Regen treffen nicht direkt auf die Fassade. Ein Dachvorsprung von zumindest 30 Zentimetern ist also auf jeden Fall angeraten.

So viele Fragen, so viele Entscheidungen! Aber lasst euch davon nicht entmutigen. Beim Planungsgespräch mit dem Holzbaumeister kann euch dieser schon Licht in den Entscheidungsdschungel bringen und bald seht ihr ganz klar, welche Dachlösung für euer Haus die beste ist.

Hut auf, sagt Eure

Maria

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