Nichts ist schöner als Holz

Maria bloggt für Buchner

Viele Baufamilien stehen am Anfang erst einmal vor der Frage: Holzbau oder Ziegel? Das ist natürlich eine Entscheidung, die man sich gut überlegen muss. Will man mit Holz arbeiten oder mit Ziegel und Mörtel? Soll es schnell gehen, oder hat man viele Helfer, die für eine längere Baustellenzeit zur Verfügung stellen? usw.

Und dann geht’s bei einem Holzhaus darum, ob das Holz sichtbar sein soll oder verputzt wird. Irgendwie hab ich von Anfang an das Gefühl gehabt, dass mir Holz lieber ist und besser gefällt. Das spürt man einfach, oder? Ich wollte bei unserem Haus keinen Außenputz, sondern Holz überall. Aber da gehen die Meinungen auseinander.

Es gibt viele Holzhäuser, denen man ihr Innenleben nicht ansieht.
Ich habe über dieses „Bauch-Thema“ mit dem Fachjournalisten Michael Reitberger vom Magazin „holzbau austria“ gesprochen. Der ist in Sachen Holzbau schon viel herumgekommen und kann super Vergleiche ziehen.
Was zählt für Sie persönlich am meisten beim Holzbau – die Ökologie oder die Optik?
Meiner Erfahrung nach gehen die Geschmäcker, was sichtbare Holzoberflächen betrifft, stark auseinander. Nicht wenige bevorzugen auch heute noch das rustikale Zirbenholzzimmer. Am Land wird sich diese Optik bestimmt halten können. Holzoberflächen müssen aber nicht unbedingt rustikal wirken, das beweist man seit vielen Jahren mit der vor allem in Vorarlberg häufig eingesetzten Weißtanne. Architekten und Innenausstatter lieben dieses Holz und setzen sowohl im Wohnraum als auch an Häuserfassaden wunderschöne Akzente. Manche gehen sogar soweit, ganze Gebäude damit einzukleiden – und das vollkommen ohne den Eindruck von Stadelromantik zu erwecken.
Also Holz vor Putz?
Die Optik von Holz zählt schon sehr viel und es schlummern darin noch ungeahnte Potenziale. Die Optik von Holz ist aber vorrangig auf der Konsumentenseite ein Thema. Ich glaube, dass einem Bauherren oder einer Baufrau das Aussehen des Eigenheims vor allen anderen Eigenschaften am wichtigsten ist. Herstellerseitig, bzw. aus Sicht des Handwerks reihen sich die Prioritäten anders. Hier muss das Argument der Ökologie an erster Stelle stehen, weil optisch bei der Fülle an Materialien und Oberflächen heute quasi alles möglich ist.
Sollte man Holz noch mehr „bewerben“?
Bauherren müssen verstehen lernen, dass der ökologische Holzbau die einzige Bauweise ist, die anstatt CO2 in massig Tonnen in die Luft zu blasen, dieses für unsere Erde sehr gefährliche Gas speichert. Ein Kubikmeter Holz ist gleich eine Tonne gespeichertes CO2. Dieses Argument ist unschlagbar und einem Bauherren muss klar sein, dass er mit seinem Bauvorhaben große Verantwortung für die Zukunft unserer Umwelt trägt. 40 Prozent des in Österreich emittierten CO2 stammen aus dem Bauwesen. Beton muss viel zu aufwändig hergestellt werden und verbraucht viel zu viele Ressourcen. Wenn wir damit nicht aufhören, versetzen wir unserer Erde den Todesstoß. Das müssen Holzbauunternehmen ununterbrochen kommunizieren und somit künftige Häuslbauer überzeugen.
Sind Sie so etwas wie ein Holzbau-Missionar?
Unsere Gesellschaft bewegt sich in die richtige Richtung. Man muss sie nur aufs Holz aufmerksam machen. Zu zeigen, wie ästhetisch und technisch einwandfrei Holzhäuser designt werden können, ist die Aufgabe von holzbau austria. In unserer Zeitschrift präsentieren wir acht Mal jährlich, wie ökologisch wertvoll und herausragend diese Bauweise ist.

Na dann Holzbau,

liebe Grüße
Maria

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