Feuerwehr baute mit Holz

Buchner baut mit Holz

Wenn heuer am 10. Und 11. Juli in Hirschbach im Mühlviertel der Landesfeuerwehr-Leistungsbewerb abgehalten wird, dann steht auch das Hirschbacher Feuerwehrhaus im Blickpunkt. Das Gebäude wurde vor 16 Jahren in Holzbauweise errichtet und gilt bis heute als Pionierprojekt in der Region. Der Geschäftsführer von Buchner Holzbaumeister in Unterweißenbach, Christian Buchner, hat mir von dem Projekt erzählt.

Rund 320 Festmeter Holz aus den Hirschbacher Wäldern wurden im Dezember 1998 für das Projekt geschlägert – mit besonderem Augenmerk auf die Mondphasenschlägerung. Zahlreiche Arbeitsstunden wurden von den Hirschbachern als Eigenleistung eingebracht. Mit der Errichtung der Holzkonstruktion wurde von Buchner Holzbaumeister im März begonnen. Und schon nach nur rund acht Monaten ab Baubeginn, im August 1999 fand die feierliche Eröffnung des Mehrzweckgebäudes statt.

Ich hab’ mich mit dem Feuerwehrkommandanten Josef Gossenreiter jun. getroffen zu einem Interview:

FF Hirschbach baut mit HolzVor 16 Jahren war es noch ungewöhnlich, ein öffentliches Gebäude in dieser Größenordnung in Holzbauweise zu errichten. Welche Bilanz können Sie heute ziehen, wie zufrieden sind Sie mit dem Holzbau?
Kommandant Gossenreiter: „Wir sind sogar sehr zufrieden. Vor allem im Seminarraum spürt man die Ausstrahlung von Holz. Auch andere Feuerwehrkollegen kommen gerne und halten hier ihre Schulungen ab. Holz dominiert auch in den Mannschaftsräumen und in der Einsatzzentrale. Die Hektik und der Lärm, den ein Einsatz mit sich bringen werden spürbar gedämpft durch das Holz. Nur die Garagen haben wir aus Stahlbeton gebaut, weil sie in den Hang hineinragen.“
Holz wird heute vor allem im Wohnbau eingesetzt, weil es atmungsaktiv ist und für eine angenehme Raumatmosphäre sorgt. Welche Vorteile sehen Sie, wenn man Holz auch bei Nutzbauten einsetzt?
Kommandant Gossenreiter: „Ich denke da vor allem an die wirtschaftliche Seite. Wenn Holz verbaut wird, kommt das in der Regel der Region zugute. Die Wertschöpfung bleibt da, die Wirtschaft wird belebt. Beim Feuerwehrhaus in Hirschbach wurde ganz bewusst sogar Holz aus der eigenen Gemeinde verarbeitet. Das hebt die Verbundenheit mit dem Gebäude noch mehr.“
Wenn man Holz hört, denken manche gleich an Brandgefahr. Wenn aber eine Feuerwehr mit Holz baut, ist das sicher ein positives Signal. Wie brandgefährlich ist Holz am Bau wirklich?
Kommandant Gossenreiter: „Bei modernen Holzbauten ist der Brandschutz genauso ein Thema wie bei jedem anderen Baumaterial auch. Wenn eine Feuerwehr mit Holz baut, dann darf man daraus schon ableiten, dass ein Holzbau nicht gefährdeter ist. Für uns Feuerwehrleute ist es sogar weniger gefährlich, wenn wir zu einem Brand bei einer Holzkonstruktion ausrücken müssen. Holz brennt vorhersehbar ab und man kann die weitere Tragfähigkeit sehr gut einschätzen. Bei Stahlbeton dagegen geht es oft sehr plötzlich und das Gebäude beziehungsweise Gebäudeteile werden instabil.“

Toll, dass es so innovative Feuerwehren gibt,

meint eure Maria

Ein Kommentar zu “Feuerwehr baute mit Holz
  1. Tolles Projekt. ich finde es besonders gut, dass darauf geachtet wird, die lokale Wirtschaft zu stärken.

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