Massivholz ist wieder gefragt

Foto Reitberger

Kürzlich durfte ich dabei sein, wie ein Fachjournalist bei Buchner-Vertriebsleiter Christian Leski zum Thema „Massivholz“ recherchiert hat. Wir haben eine Baustelle besucht, auf der gerade 63 Kubikmeter Massivholz verbaut werden. Ein spannendes Projekt, über das Michael Reitberger, Chefredakteur von „holzbau austria“ auch ausführlich berichtet hat.
Ich hab die Gelegenheit genutzt und meinerseits ein Interview mit dem Journalisten gemacht. Damit hatte der weitgereiste Mann zwar nicht gerechnet, das Gespräch war dann aber total interessant. Angefangen haben wir natürlich auch mit dem Thema Massivholz:
Sie haben als Journalist einen guten Überblick über die Branche. Ist der Einsatz von Massivholz nur ein momentaner Trend, oder zeichnet sich da Ihrer Meinung nach eine breite Bewusstseinswelle ab?
Tatsächlich ist erkennbar, dass eine zunehmende Zahl an Bauherren zum leimfreien Ökoprodukt Massivholz greift. Den Grund dafür sehe ich zum größten Teil in der positiven Entwicklung unserer Gesellschaft hin zu einer gesünderen Lebensweise. Das fängt bei biologisch hergestellten Lebensmitteln an, geht über zu stromsparenden Haushaltsgeräten und hat seit geraumer Zeit auch im Bauwesen Einzug gefunden.
Also mehr als ein Trend?
Buchner Holzbaumeister - BlogDer Holzbau an sich hat meiner Meinung nach eine glorreiche Zukunft vor sich, weil wir eben mit den Argumenten einer ökologischen, nachhaltigen und biologischen Bauweise als einzige die Bedürfnisse eben dieser modernen Gesellschaft erfüllen, die gesünder leben will und eine lebenswerte Zukunft für ihre Kinder hinterlassen will. Produkte, die diesem Trend folgen, so wie leimfreies Massivholz, werden sich hier in Zukunft perfekt positionieren können. Leider weiß “Bauherr Mustermann” zu wenig von den baubiologischen Vorteilen von Holz, von der anderen Palette an Vorteilen gegenüber dem Ziegel- und Stahlbetonbau ganz zu schweigen.
Aber Holz ist Holz könnte man sagen. Was macht den Unterschied zwischen Massivholz und anderem Bauholz aus?
Das Bauen mit Massivholz ist quasi die Ur-Disziplin der Zimmerei. In der Zeit vor Brettschichtholz (BSH), Konstruktionsvollholz (KVH) und ähnlichen verleimten Holzbauprodukten stand dem Zimmerer kein anderer Werkstoff zur Verfügung. Erst als vor rund 100 Jahren Otto Hetzer mit seiner Erfindung verleimter Holztragwerke den konstruktiven Holzbau insbesondere im Bereich “weitspannende Tragwerke” revolutionierte, nahm der Siegeszug des BSH seinen Anfang.
Ist Massivholz sozusagen natürlicher als verleimtes Holz?
Aufgrund der Tatsache, dass verleimte Holzprodukte nicht nur natürliches Holz, sondern auch synthetisch hergestellten Leim beinhalten, wurde immer wieder Kritik an den baubiologischen Eigenschaften dieser Produkte laut – Stichwort: Anreicherung von flüchtigen organischen Stoffen (VOC) und Formaldehyd in der Wohnraumluft. Aktuelle Untersuchungen moderner verleimter Holzwerkstoffe haben ergeben, dass die Werte für diese Gase weit unter den geforderten Grenzwerten liegen und somit unbedenklich sind.

Das Massivholz nicht nur ökologisch interessant ist, sondern vor allem dort eingesetzt wird, wo man es auch tatsächlich sieht, ist klar. Was Chefredakteur Reitberger dazu sagt, lest ihr in einer der nächsten Blogausgaben.

Bis dahin eine schöne Zeit,
wenn Ihr Fragen habt, könnt ihr euch gerne melden,
liebe Grüße Maria

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