Ein Haus für die Garage

ungewöhnliches Holzhaus_Foto Michael Schnabel

Das vergangene Wochenende hab‘ ich genutzt, um für euch wieder einmal interessante Beiträge über Holzbau im Internet und in Magazinen einzusammeln.

Dabei ist mir gleich einmal ein Bericht aus dem Umweltmagazin zeo2 ins Auge gefallen. Der Redakteur Marc Wilhelm Lennartz fasst das Thema Holzbau in aller Kürze super zusammen: „Wichtigstes Material ist nachwachsendes, auf allen Kontinenten verfügbares Holz. Die Vorteile: Holz hat gute Dämmeigenschaften, kann Wärme speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Es ist leicht, verfügt über gute konstruktive Eigenschaften und eine hohe Festigkeit. Holz ist von Natur aus „diffusionsoffen“, es hält in Massivholzbauten durch seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung die Raumluft im Bereich der Behaglichkeit. Darüber hinaus bindet es das Klimagas Kohlendioxid und ist zu 100 Prozent recyclingfähig. Ein nachhaltig bewirtschafteter Forst soll durch seine vermehrte Nutzung der Holzprodukte als Kohlenstoffsenke sogar mehr CO2 speichern als ungenutzte Ur- oder Nationalparkwälder.“

Das hat mir natürlich gefallen, weil es meine Entscheidung für Holzbau sehr schön bestätigt.

Aufgefallen ist mir auch ein Artikel im Immobilien Magazin, in dem von Holzbau in der Hotelerie vor allem bei Sanierungen berichtet wird. Weil in Hotels etwa alle sieben Jahre umgebaut wird und weil das dann verständlicherweise besonders schnell gehen soll um den Gästebetrieb nicht zu stören, entscheiden sich immer mehr Hoteliers bei der Sanierung und Renovierung für Holzbau.

In der Bauernzeitung wurde über die Umwegrentabilität von Holzbau informiert: „330.000 Menschen beziehen in Österreich ihr Einkommen aus der Holzwirtschaft“, sagt Georg Starhemberg, Obmann von pro Holz OÖ. Derzeit werden 25 Prozent der Einfamilienhäuser aus Holz errichtet.

Über das „ungewöhnlichste Holzhaus der Welt“ berichtet die deutsche Wirtschaftswoche. Da hat einer sein Haus ganz danach geplant, dass darunter eine große Garage Platz hat für einen Unimog, der Kult-LKW schlechthin. Mit wenig Platz und wenig Geld haben die Architekten das Optimalste aus dem Auftrag herausgeholt.

Immer lesefreudig,

eure Maria

Foto: Michael Schnabel

2 Kommentare zu “Ein Haus für die Garage
  1. Gewa sagt:

    Holz ist ein seit Menschengedenken genutzter Baustoff, der – sofern der Anbau und die Abholzung unter ökologischen Gesichtspunkten erfolgen – sehr zur Nachhaltigkeit beiträgt. Dass es leider auch anders geht, zeigen die klimatischen Veränderungen im südlichen Italien, wo das Römische Reich nahezu jeden Baum gerodet hat, um Schiffe und Gebäude zu errichten.
    Leider hat Holz als Baustoff jedoch eine Grenze – und das ist der Brandschutz. Feuersbrünste, bei denen ganze Städte niedergewalzt werden, sind in Europa Geschichte, seit hier vor allem mit Stein gebaut wird. Es gibt zwar mittlerweile Anstriche, die das Entzünden von Holz zeitlich verzögern, aber wenn ein Holzgebäude einmal in Brand gesetzt ist, kann es hinterher wahrscheinlich nur noch abgerissen werden. Für ein einzelstehendes Gebäude mit genügend Abstand zu den Nachbarn ist ein Holzhaus daher aus meiner Sicht eine sehr ökologische, hübsche und praktische Sache, für viel Wohnfläche auf engem Raum hat es wahrscheinlich – trotz aller Vorteile – ausgedient.

    • Maria sagt:

      Lieber Gewa,

      Ich verstehe Ihre Anmerkung bezüglich Brandschutz, weil wir uns auch sehr intensiv damit beschäftigt haben. Warum wir jetzt vorbehaltlos hinter dem Baustoff Holz stehen, hat mehrere Gründe. Zum einen, weil Holz von Natur aus ein sehr günstiges Brandverhalten hat. Bei größeren Querschnitten oder einem einseitigen Brandkontakt entzündet sich Holz nur sehr schlecht und behält darüber hinaus im Inneren lange Zeit eine niedrige Temperatur. Im Gegensatz zu Stahlbetondecken behalten Holzdecken lange ihre Standfestigkeit.
      Bauteile werden nach ihrem Brandverhalten in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Durch optimierte Konstruktionen lassen sich beispielsweise auch mit Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (B2) feuerhemmende und feuerbeständige Konstruktionen errichten. Daher ist eine nicht brennbare Beplankung (z.B. Gipskartonplatten) logischerweise von Vorteil. Dadurch ergibt sich eine Feuerwiderstandsklasse BA, d.h. die statischen Bauteile und Dämmstoffe können entflammbar sein, wenn sie durch nicht brennbare Bekleidungen geschützt sind.
      Untersuchungen haben gezeigt, dass das Brandrisiko nicht das verbaute Holz ist ist. Viel mehr Augenmerk muss man auf das Rundherum richten:
      – leichtbrennbare Einrichtungsgegenstände
      – technischen Installationen mit möglichen Defekten
      – Baustoffe der Oberflächenbekleidung usw.
      Die Gefahr bei Hausbränden geht – und das gilt für das Holzhaus als auch für das Massivhaus – in erster Linie von leicht brennbaren Teilen der Inneneinrichtung aus.

      Noch immer überzeugt vom Haus aus Holz, Ihre Maria

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